{"id":1012,"date":"2023-09-05T14:12:05","date_gmt":"2023-09-05T12:12:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/?p=1012"},"modified":"2023-10-14T21:23:29","modified_gmt":"2023-10-14T19:23:29","slug":"fortuna-oder-der-tanz-auf-dem-vulkan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/fortuna-oder-der-tanz-auf-dem-vulkan\/","title":{"rendered":"FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan"},"content":{"rendered":"\n<p>EXPERIMENTAL SETUP und die WILTENER S\u00c4NGERKNABEN pr\u00e4sentieren FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Wann? <strong>16. und 17. September 2023 jeweils um 19:00 Uhr<\/strong><br>Wo? <strong>Alte Giesserei, St. Bartlm\u00e4 3 in Innsbruck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>EXPERIMENTAL SETUP pr\u00e4sentieren in Kooperation mit den WILTENER<br>S\u00c4NGERKNABEN die radikale Musikperformance FORTUNA oder der Tanz auf dem<br>Vulkan<br>Samstag, den 16. \/ Sonntag, den 17. September 2023<br>Beginn: 19:00 Uhr<br>Foyer: 19:00 \u2013 22:00 Uhr<br>Ort: Alte Gie\u00dferei, St. Bartlm\u00e4 3, Innsbruck<br>Freier Eintritt<br>Aufgrund der eingeschr\u00e4nkten Besucherzahl werden f\u00fcr die jeweiligen Auff\u00fchrungen ab<br>18:30 Uhr vor Ort limitierte Z\u00e4hleinheiten vergeben. First come, first served!<br>Die radikale Musikperformance adaptiert den stimmgewaltigen Chor der Carmina<br>Burana von Carl Orff (Fassung f\u00fcr Schlagwerk und zwei Klaviere) zu einem<br>dystopischen und begehbaren B\u00fchnenbild, um dem Ruf der kommenden Generationen<br>nach einem grundlegenden Umdenken im Umgang mit unserer Lebenswelt eine<br>politische Stimme zu geben! Die fortschreitende \u00f6kologische Zerst\u00f6rung unserer<br>Lebenswelt konfrontiert uns mit einem Zukunftsszenario, vor dem wir nicht l\u00e4nger die<br>Augen verschlie\u00dfen k\u00f6nnen! Jetzt m\u00fcssen seitens der Politik Taten folgen, um konkrete<br>Vereinbarung zum Schutz aller umzusetzen!<br>Inszenierung und Rauminstallation: EXPERIMENTAL SETUP<br>Interpreten: Chor und Solisten der Wiltener S\u00e4ngerknaben unter der Leitung von<br>Johannes Stecher<br>Klaviere: Fausto Quintab\u00e0, Alexander Ringler<br>Schlagzeugensemble der Klasse Norbert Rabanser des Tiroler Landeskonservatoriums<br>FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan ist der Auftakt einer Performance Folge, zu<br>der EXPERIMENTAL SETUP unterschiedliche Ch\u00f6re ansprechen m\u00f6chte, kollaborative<br>Inszenierungen in FORTUNAs H\u00e4nde zu legen, um unseren Tanz auf dem Vulkan als<br>kritisches Bild der gegenw\u00e4rtigen Klimakrise eine politische Parole zu geben. Vor dem<br>Hintergrund eines Vulkans, in den sich die S\u00e4ngerknaben einen nach dem anderen<br>st\u00fcrzen, verhandelt das K\u00fcnstlerkollektiv EXPERIMENTAL SETUP eine der<br>dr\u00e4ngendsten Fragen der Gegenwart: Wie weit k\u00f6nnen wir noch gehen, bevor die<br>Konsequenzen neoliberaler \u00d6konomie und Politik unsere Lebenswelt g\u00e4nzlich unter der<br>Last des Artensterbens, des Klimawandels, den Folgen der Migration und akuter<br>Naturkatastrophen zusammenbrechen l\u00e4sst. Es ist keine \u00c4nderung in Sicht, u.a. weil<br>sich die internationale Gemeinschaft nur m\u00e4\u00dfig zum Arten- und Naturschutz ausspricht<br>und auch der \u00f6konomischen Ausbeutung zuungunsten der Dritten Welt eben keinen<br>Einhalt gibt. Wir schaffen uns ab! Anscheinend k\u00f6nnen und wollen wir unseren<br>Lebensstil, trotz wissenschaftlich fundierter Faktenlage, zugunsten der kommenden<br>Generationen nicht \u00e4ndern. Sie sind es, die mit aller H\u00e4rte und Wucht das verantworten<br>m\u00fcssen, was wir heute konsequent verdr\u00e4ngen und verabs\u00e4umen. EXPERIMENTAL<br>SETUP formuliert nach dem \u201eRausch des Untergangs&#8220; f\u00fcr die Premierentage Innsbruck<br>2018 erneut eine performative Rauminstallation in klarer und unmissverst\u00e4ndlicher<br>Bildsprache, um dem aktuellen, kollektiven und v\u00f6llig irrationalen Wahnsinn Ausdruck zu<br>verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Statement von EXPERIMENTAL SETUP<br>Der Schriftsteller Amitav Gosh beschreibt es treffend mit folgenden Worten: \u201eWir leben<br>in einem Zeitalter der Verblendung\u201d. Die Folgen der Verleugnung und Verharmlosung<br>sind die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, die sich die Menschheit in Zukunft zu stellen hat.<br>Die Auswirkungen sind mit wissenschaftlicher Faktenlage eindeutig belegt: Die<br>Klimakatastrophe ist unausweichlich, wenn wir die Erderw\u00e4rmung nicht auf 1,5 bzw.<br>maximal 2 Grad Celsius beschr\u00e4nken. Deswegen kann die L\u00f6sung nur eine drastische<br>Reduktion der CO2-Emissionen sein. In klaren Worten: die kommenden Generationen<br>tragen die Verantwortung und die Konsequenzen f\u00fcr unser Versagen. Wenn der<br>\u00f6sterreichische Klimaforscher und Aktivist Professor Reinhard Steurer sagt \u201edie Physik<br>l\u00e4sst sich nicht leugnen! Wenn meine Kinder mich in 20 Jahren fragen, was ich gegen<br>die Klimakatastrophe getan habe, will ich ihnen sagen k\u00f6nnen, dass ich nichts<br>unversucht gelassen habe. Ich habe meine Arbeit in den Dienst der Sache gestellt. Ich<br>habe die anderen informiert, meinen Lebensstil ver\u00e4ndert und ich bin auf die Stra\u00dfe<br>gegangen, ich habe ein Zeichen gesetzt und ich bin aufgestanden!\u201d Warten Sie nicht<br>mehr l\u00e4nger und werden Sie im Rahmen der stimmgewaltigen Performance Teil unserer<br>Bewegung!<br>Das Kollektiv EXPERIMENTAL SETUP, in persona Kata Hinterlechner und Bosko<br>Gastager, beide geboren 1979, leben und arbeiten in Innsbruck und Wien, gr\u00fcndete sich<br>im Jahr 2018. Ihre k\u00fcnstlerische Praxis konzentriert sich sowohl auf klassische<br>Ausstellungsformate als auch auf \u201cKunst am Bau\u201d Projekten und radikal performative<br>Aktionen. Aber vor allem auch auf das Konzept des partizipativen und tempor\u00e4ren<br>Kollektivs, zu dem sie projektbezogen unterschiedliche k\u00fcnstlerische Positionen aus<br>ihrem unmittelbaren Umfeld zu einem kreativen Ganzen verbinden.<br>EXPERIMENTAL SETUP ist Slogan, Referenz und Handlungsanweisung in einem und<br>im finalen Sinne obligatorisch und unausweichlich: Der Mut am, und die Freude zum<br>Experiment ist entscheidender als die sichere Wiederholung des einge\u00fcbten Kanons.<br>Dabei werden weder Dilettantismus noch Pathosformeln verteufelt, denn das<br>Experiment als Prozessbeschleuniger steht immer akzelerativ im Vordergrund. Es<br>werden jegliche Dogmen und Ideologien kategorisch \u00fcber den Haufen geworfen, weil<br>auf unseren Bannern steht: Wollt ihr streichelwarmen Kulturkonsum? Wir geben Euch<br>die totale Installation als radikales Irritationsniveau!<br>Einzelausstellungen (Auswahl) 2019 Kunstraum Innsbruck (A); 2020 Semjon<br>Contemporary Galerie, Berlin (DE); 2021 Galerie im Vektor, Hall (A); 2022 Alntorps \u00d6,<br>Nora (SWE); Performative Aktionen (Auswahl) 2023 Supergau Festival, Mauterndorf (A);<br>2022 MUSE, Kvarteret Bryggeriet, Nora (SWE); 2021 Biennale 50x50x50, Festung<br>Franzensfeste (IT); 2020 Kunstpavillon, Innsbruck (A)<br>FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan, wird durch TKI open (Tiroler Kulturinitiativen)<br>und der Stadt Innsbruck gef\u00f6rdert, sowie von Innsbruck Tourismus, der Tiroler<br>Versicherung, Steinmayr &amp; Co, privaten F\u00f6rderInnen und Freunden unterst\u00fctzt.<br>Bildcredit: \u00a9EXPERIMENTAL SETUP, FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan.<br>Collage, 2023 Kontakt: hello@experimentalsetup.com (0660 3928645) bzw.<br>karinpernegger@yahoo.com (069919428704)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EXPERIMENTAL SETUP und die WILTENER S\u00c4NGERKNABEN pr\u00e4sentieren FORTUNA oder der Tanz auf dem Vulkan Wann? 16. und 17. September 2023 jeweils um 19:00 UhrWo? Alte Giesserei, St. Bartlm\u00e4 3 in Innsbruck EXPERIMENTAL SETUP pr\u00e4sentieren in Kooperation mit den WILTENERS\u00c4NGERKNABEN die radikale Musikperformance FORTUNA oder der Tanz auf demVulkanSamstag, den 16. \/ Sonntag, den 17. September [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":73,"featured_media":1013,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wabi_accentColor":"is-secondary-accent","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1012","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","is-secondary-accent"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/users\/73"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1012"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1014,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012\/revisions\/1014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eigentlich-kultur.at\/kultur\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}